Mit ‘China’ getaggte Artikel

China ist das neue Japan | Warum die Wachstumskräfte erlahmen werden

Donnerstag, 25. April 2013

Von Axel Gloger

China durchläuft zeitverzögert dieselbe Entwicklung wie Japan.

Zuerst starkes Wachstum über viele Jahre. Dominierender Spieler in der Weltwirtschaft, vor dem alle Angst haben. Steigende Market-Caps. Steigende Exportkraft.

Diese Entwicklung wurde ausgelöst durch eine regulatorlische und öknomische Befreiung. Zurückgebliebenes Land. Dann Deregulierung politisch, wirtschaftlich, mental. Enfacht wirtschaftliche Aufholjagd.

Die aber kommt in den nächsten 10 bis 15 Jahren zum Stillstand. China ist bereits in der Bremsphase. Warum?

1. Demografie. China hat, wie Japan, Geburtenmangel und rapide alternde Bevölkerung.  Wegen Einkindpolitik und weil viele Mädchen abgetrieben werden. Das Mädchendefizit wird in weniger als einer Generation zu einem dramatischen Mangel an Müttern führen.

Dadurch hohe Kosten für Altersversorgung, weniger Dynamilk im Konsum, Arbeitskräftemangel, erlahmende Aufstiegsdynamik in der Bevölkerung,

2. Angleichung. Sobald der Lebensstandard in etwa angeglichen ist, kommen die Wachstumskräfte zum Erliegen. Die Aufholjagd ist beendet.

Das ist auch der Grund, warum USA und Indien langfristig die besseren Perspektiven haben.

Beide Länder haben wachsende Bevölkerungen und einen nicht sinkenden Anteil an unter 30-Jährigen an der Bevölkerung.

China-Märkte 2020: Warum das Reich der Mitte immer noch ein Hoffnungsträger ist, aber auch eine Rüttelstrecke für Unternehmer | China 2.0 jetzt kennen lernen

Montag, 17. Mai 2010

von Axel Gloger

Unsere Sichtweise Chinas hat sich radikal verändert. Dazu gleich mehr, zunächst ein Blick auf das, was bleibt. Das Land ist auch für die nächsten Jahre eine Wachstumsmaschine, es lohnt sich, die China-Märkte 2020 schon jetzt im Blick zu halten. Eine Zahl, die das eindrucksvoll belegt: In 6 bis 10 Jahren kommt 1x Deutschland zur chinesischen Wirtschaftsleistung hinzu. China bleibt also ein wirtschaftlicher Magnet.

Aber die Rahmenbedingungen haben sich stark verändert.

Regierung: Die Regierung betreibt eine Transformation weg vom Billigstlohnstandort hin zum Technologie- und Wissensstandort. Der Niedrigkostenvorteil, von dem viele Unternehmer in der Vergangenheit profitiert haben, schwindet immer mehr.

Rahmenbedingungen: Unternehmer treffen auf unfreundliche Bedingungen. Der olympische Charme, mit dem viele Ausländer in der Vergangenheit in der Business Community aufgenommen wurden, ist weg. Heute geht es darum, die nationalen Interessen zu schützen – auch gegen lästige Konkurrenz aus dem Ausland.

Marktzugang: Mit den steigenden Einkommen wird China als Absatzmarkt immer interessanter. Besonders die reichen Regionen entlang der Ostküste werden zum Konsumentenmarktparadies. Die chinesische Regierung weiß aber um den Wert dieser Märkte. Sie versucht, den Markt in erster Linie für die heimischen Unternehmen bereit zu halten. Wer als ausländisches Unternehmen hinein will, muss zahlen. Die Währung heißt; Zugang zu westlichem Technologie-, Prozess- und Markenwissen.

Der Umbruch hat die TRENDLETTER-Redaktion dazu veranlasst, die Marktchancen und die Bedingungen für ausländische Unternehmer einer umfassenden Analyse zu unterziehen. Unser in den letzten 6 Monaten recherchiertes Wissen zum Thema China-Märkte 2020 haben wir in einer TRENDLETTER-Spezialausgabe zusammen gefasst. Diese wird Anfang Juni auf den Markt kommen. Hier sagen wir Ihnen,

  • welche Konsumentenmärkte die besten Chancen versprechen,
  • wie erfolgreiche Markterschließung in China funktioniert,
  • warum es sich lohnt, die kaufkräftigen Online-Kunden zu erschließen,
  • mit welchem Maß von Behörden-Willkür Sie bei Ihrem Projekt zu rechnen haben
  • und wer die wahren Entscheider sind, wenn es um Genehmigungen, Zulassungen und politische Unterstützung geht.

Den Unternehmer-Führer China erhalten die regelmäßigen Bezieher des Trendletter im Rahmen ihres Abonnements (gedruckt, Bezahl-Publikation). Wenn Sie sich für die Lektüre des Trendletter und die hier beschriebene Spezialausgabe China-Märkte 2020 interessieren: Hier (Klick!) können Sie den Trendletter bestellen.

Endlich etwas über Chinas Zukunft

Montag, 21. September 2009

von Axel Gloger

Für den Trendletter befasse ich mich schon seit vielen Jahren intensiv mit China. In zahlreichen Analysen haben wie die Lage im Reich der Mitte immer wieder aufgearbeitet. Regelmäßige Leser werden unsere China-Reports kennen und schätzen. Wir haben dafür auch von ausgewiesenen China-Experten Anerkennung erhalten. Abonennten des Trendletter finden die China-Ausgaben im Online-Achiv (hier klicken, aktuelles Passwort eingeben).

Aber genug des Selbstlobs.

Die Tage kommt eine heiße Neuerscheinung auf meinen Tisch, von der Sie wissen sollten. “Chinas Megatrends. Die 8 Säulen einer neuen Gesellschaft” heißt das neue Buch. Zum Bestellen auf den Buchtitel klicken.

Klingt nach dem China-Buch Nr. 364, ja, ich habe Sie alle hinter mir im Regal stehen. Aber dieses China-Buch ist anders als alle anderen. Es ist nicht von außen gesehen geschrieben, sondern von innen heraus. China über China. Das macht den entscheidenden Unterschied.

Zudem erhöht der Autor das inhaltliche Gewicht des Werkes. Es ist John Naisbitt, der das Buch zusammen mit seiner Gattin Nr. 3, Doris Naisbitt, verfasst hat. Naisbitt, Sie erinnern sich: Megatrends. Das Buch hatte weltweit eine Millionen-Auflage, damals, in den 1980er Jahren. Es war das erste Mal, dass sich jemand der Zukunft nicht als Guru, sondern mit einem professionellen Früherkennungssystem zugewandt hat. Die Ergebnisse waren entsprechend. Das meiste, was Naisbitt damals voraussah, kam auch so.

Nun ist Naisbitt nicht mehr 29. Ich darf es hier ganz offen sagen: Seine letzten beiden Werke waren schlaff. Sie kapitlaisierten den berühmten Namen. Aber wirklich weiter gebracht haben sie uns, speziell als Unternehmer, nicht.

Aber mit diesem Buch ist es ganz anders. Naisbitt ist wieder der alte. Von unglaublicher Frische, guter Beobachtungsgabe, Präzision und Deutungs-Kompetenz. Er hat über Jahre mit einem Team von 28 Chinesen aus öffentlich zugänglichen Quellen Material zu Zukunftsthemen gesammelt, ausgewertet und die Fakten zu einem sehr lesbaren Report eingekocht. Kurz: Die einst so ruhmreiche Megatrend-Methode lebt in diesem Buch mit voller Kraft wieder auf!

Nur ein Beispiel: Naisbitt zeigt, dass Chinas Staatsunternehmen wahrscheinlich alle privatisiert werden. Das wird Unternehmen aus dem Westen noch einmal neue Chancen verschaffen, weil die Dynamik der möglichen Partner gestärkt wird und China als B2B-Markt noch interessanter wird.

Mein Votum: Geben Sie die anderen China-Bücher ins Antiquariat. Lesen Sie Naisbitt. Die 21,90 Euro für das Buch sind gut angelegt, Ihre wertvolle Lesezeit auch.