Archiv für die Kategorie ‘Märkte’

DLD15 | Starke Kräfte für die Abschaffung des Bargeldes | Die Cashless Society ist auf dem Weg

Dienstag, 20. Januar 2015

von Axel Gloger

Diskussion mit Stakeholdern des Mobilfunkgeschäfts, dieses Mal aus den Emerging Markets. Nigeria und Indien sind die Prototypen.

Hoher Anteil von Menschen ohne Bankkonto und ohne Kreditkarte. Bargeldgetriebene Gesellschaften, hohe Transaktionskosten für die Abwicklung von Zahlungen.

Beispiel: Um die Rechnung seines Kabelnetzbetreibers zu bezahlen, muss mancher Nigerianer 3 Stunden im Dauerstau irgendwo hinfahren, nur um diese Transaktion zu tätigen.

Die Lage: hohes Interesse daran, hier mehr Effizienz herzustellen. Je mehr die Mobilfunkdurchdringung ständig steigt, wird es lukrativ, die Goldbörse und das Smartphone zu fusionieren.

Die Geldbörse soll überflüssig werden, es bleibt das Smartphone als Kontaktmittel in die digitale Welt – und als Bezahlsystem.

Pago ist eines der Bezahlsysteme via Mobilfunk. Es erobert derezeit den nigerianischem Markt und wird dann Afrika erobern.

Das Geschäftssystem tendiert zu einem natürlichen Monopol. Wie bei Google: Der erste und aggressivste Spieler bekommt den Gesamtmarkt.

Folge: In Afrika entsteht eines der Modelle für das Bezahlen der Zukunft. Es kommt von einer Nichtbank. Wenn es in Afrika funktioniert, wird es auch Prägekraft für andere Emerging Markets haben – und auch den etablierten Volkswirtschaften des Westens dabei helfen wird, aus der Bargeldwirtschaft heraus zu kommen.

Unsere Prognose: “Why cash is bad” wird zu einer akzeptierten These.

Einer der Gesprächspartner hier bei der DLD Conference stützte das wie folgt: 2-3 Prozent des BIP der EU-Länder gehen für das Handling des Bargeldes drauf. Diesen Kostenblock wollen die Internet-Innovatoren angreifen.

In dem Maße, wie diese Kosten verschwinden, werden freilich neue entstehen, die wir alle zu tragen haben: Wieder ein Stück Privatsphäre verloren, wieder ein Stück mehr Allmacht des Staates, wieder ein Stück Freiheit weg.

Tags: #DLD15, Digital Life Design, DLD Conference, Bargeld, Cashless Society

Autohersteller | Wie die Schlüsselindustrie in Zukunft den Standort D prägen wird | 5 Trends

Donnerstag, 16. Januar 2014

Von Axel Gloger

Die Autoindustrie ist eine Schlüsselbranche, die viele andere Unternehmen beeinflusst.

Lage: In Europa sank die Pkw-Nachfrage bis Ende 2012 auf ein 17-Jahres-Tief. Seit 2007 schrumpfte der Markt um ein Viertel.

Die Investmenbank Morgan Stanley spricht bereits von „Peak Car“, also der Tatsache, dass die Autonachfrage ihren Gipfel hinter sich gelassen hat. Wie steht es um die Zukunft dieses Geschäfts?

Hier die maßgeblichen Entwicklungen:

1. Volkswagen wird als Kunde der Industrie noch wichtiger.

Indizien für diese Entwicklung: VW befindet sich in einem verbissenen Rennen um die weltweite Führerschaft. 50 Mrd. Euro gehen a) in den Ausbau von Fertigung und b) in die Entwicklung neuer Modelle. Die Hälfte dieses Betrages wird in Deutschland ausgegeben. Audi wird zusätzlich 13 Mrd. Euro investieren, Ziel: BMW den Rang als Nummer eins in der Oberklasse ablaufen.

2. Überkapazitäten drücken – Fußkranke der Branche machen Fabriken dicht.

Folgende Rechnung: Europaweit gibt es 15 Prozent Überkapazität. Die deutschen Hersteller sind stark genug, um das auszuhalten. In Italien dagegen wird ein Drittel der Kapazität wegfallen, in Spanien und Frankreich je ein Fünftel. Wenn folgende Unternehmen zu Ihren Kunden zählen, sollten Sie sich nach neuen Nachfragern umsehen, die die Ausfälle wett machen: Peugeot/Citroen (PSA), GM, Ford, Fiat. Fünf bis acht Werke dieser Marken werden in den nächsten 18 Monaten schließen.

3. Der Preiskrieg auf dem Massenmarkt dauert weiter an.

Die Rabattschlachten, mit denen Autokäufer gewonnen werden sollen, gehen weiter. Zwei Gründe dafür: a) Der Autoabsatz in der EU 27 sinkt im siebten Jahr in Folge, b) die Regierungen Südeuropas werden den nötigen Kapazitätsabbau durch Subventionen für verzögern. Aber Ende 2014 wird das Geld für diese Maßnahmen ausgehen.

4. Export sorgt für Absatzplus.

Größter Automarkt der Welt bleiben die USA, China spielt weiter eine dominierende Rolle als Absatzregion, Indien, Brasilien, Korea, Russland, Türkei werden weiter wachsen. In dem Maße, wie Automarken aus den Club-Med-Ländern schwächeln, können deutsche Hersteller und deren Zulieferer gewinnen. Stellen Sie sich hier auf weiteres Wachstum ein.

5. Das Elektroauto ist tot.

Ziele der E-Mobilität werden nicht erreicht. Hohe Investitionen in dieses Projekt müssen die Hersteller abschreiben. Es wird beim Thema E-Auto zu Projektstopps und Allianzen kommen – Konkurrenten schließen sich zusammen, um Kräfte zu bündeln und sich an niedrigere Erwartungen anzupassen.

Ed Schein zur künftigen Rolle der Strategieberater | Schmerztablette für die Organisation | Welche Berater künftig geftragt sind

Montag, 25. April 2011

von Axel Gloger

Ed Schein ist einer der großen, erfahrenen Management-Denker. Der Emeritus des MIT hat eigene Einsichten zum Thema gute Führung und gute Strategie, die durch seine Jahrzehnte währende Erfahrung als Professor mit vielen Projekten in der Praxis geprägt sind.

Ich hatte Gelegenheit, mit Professor Schein am Rande einer Veranstaltung der Bertelsmann-Stiftung zu sprechen. Mein besonderes Interesse galt dem Wirken der Unternehmensberater. Interessant ist Scheins Sichtweise: Er sagt, dass die klassischen Strategieberater wie McKinsey oder Boston Consulting nur eine Schmerztablette sind, wenn eigentlich eine andere, mehr an den Ursachen orientierte organisationale Therapie angesagt wäre.

Lesen Sie hier die Antworten auf die Fragen, die ich Edgar H. Schein in Berlin stellte:

Wenn der Unternehmer oder Top-Manager einen Wissensvorsprung braucht – woher bezieht er ihn? Von Unternehmensberatern wie McKinsey?

Ed Schein: Schauen wir uns die Rolle von McKinsey oder anderen Beratern dieses Typs an. Sie geben Managern Information und Anleitung, was sie tun sollen. Das ist gut und bewährt, solange die Führungskraft selbst weiß, was zu tun ist. Die Berater erhalten dann den Auftrag, die nötigen Erklärungen zu liefern. Die Arbeitsschritte der Berater lauten: Analyse anfertigen, Diagnose liefern, Empfehlungen formulieren. In dieser Rolle sind die Berater wie ein Chirurg. Der bekommt einen klaren Auftrag, plant die Operation, schneidet etwas weg, näht die Wunde wieder zu …

… das klingt nach einem Universalwerkzeug …

Ed Schein: …. Es ist aber keins. Denn ein Chirurg kann nur chirurgische Probleme lösen. Wenn aber eine Psychotherapie nötig ist, dann nützt der Einsatz des Skalpells nicht.

Klar. Aber was genau bedeutet ihre Einsicht, wenn wir sie auf Unternehmen übertragen wollen?

Ed Schein: Wenn sich das Symptom „Misserfolg“ zeigt, dann liegt es mitunter an Fehlfunktionen in der gesamten Organisation. Dann nützen Wegschneiden und ein paar neue Prozesse nichts. Wenn die Organisation auf der Ebene des Systems nicht funktioniert, muss die Therapie genau dort ansetzen. Da müssen Verhaltensweisen korrigiert und schädliche Routinen durchbrochen werden. Das geht an den Kern der Organisation, da wird über die wirklichen Probleme gesprochen - etwa über die Deutung von Wahrnehmungen oder darüber, wie Entscheidungen zustande kommen.

Aber können die Strategieberater das nicht auch mitbearbeiten?

Ed Schein: Nein. Denn von Fehlern im System wollen die meisten Manager nichts hören. Sie vertrauen lieber auf die Schmerztablette: diesen Prozess ein wenig verbessern, auf jenen verzichten.

Und die Strategieberater machen da mit?

Ed Schein: Sie folgen der Rationalität ihres Systems. Die großen Strategieberater unterhalten Armeen von Consultants, die müssen mit Aufgaben ausgelastet werden. Das ist auch gut so, wenn der Kunde wirklich neue Prozesse braucht. Aber oft ist eben eine ganz andere Intervention nötig.

Die Welt im Jahr 2020 | Welche Prioritäten für Unternehmer wichtig sind | Wie Sie Ihre Firma schon heute für die neuen Realitäten ausrichten

Montag, 06. Dezember 2010

von Axel Gloger

Viele Themen, die Agenda und Strategie 2020 bestimmen werden, sind heute schon erkennbar. Klein zwar, aber doch vorhanden. Unternehmer können deshalb schon heute damit beginnen, sich auf die Realitäten des Jahres 2020 vorzubereiten. Auf die Art erfolgreicher Führung, auf Märkte und strategische Optionen.

Ich darf einige Beispiele nennen, worum es geht. Vorab dazu: Der Trendletter hat in einer Intensivanalyse die für Unternehmer wichtigsten Themen erarbeitet. Dafür wurden weltweit strategische Quellen ausgewertet, die wichtigsten Zukunftsstudien analysiert und das Material von Think-Tanks durchforstet. So erhielten wir eine tragfähige Datenbasis für das, was Ihre Strategie im Jahr 2020 bestimmen wird. Um diese Themen geht es zum Beispiel:

  1. Im Jahr 2020 dominiert die Generation Y das Arbeitsleben. Weitsichtige Unternehmer haben sich schon zu Beginn der Zehnerjahre auf ihre Anforderungen eingestellt – diese Menschen erwarten, dass auch die Firma ähnlich funktioniert wie das Computerspiel, das ihre Jugend geprägt hat. Machen Sie nicht den Fehler, hier weiter die alten Führungs- und Motivationsmethoden anzuwenden!
  2. Überdies steuern erfolgreiche Unternehmer des Jahres 2020 ihre Wertschöpfung über Projektarbeit. Machen Sie das in Ihrer Organisation sichtbar – denn die noch im Jahr 2010 als „nichttraditionelle Formen der Beschäftigung“ bezeichneten Formate sind in zehn Jahren längst Alltag geworden. Der Start in diese Welt beginnt heute!
  3. Und: Vergessen Sie für Ihre Strategie 2020 das alte Konzept einer Firmenzentrale. Die neue Vorgehensweise heißt Distributed Company. In Zukunft werden Sie Niederlassungen dort errichten, wo die Kunden sind – und wo die Mitarbeiter sind. Denn in Zeiten des War for Talent zieht keiner mehr wegen seiner Berufstätigkeit um. Die Arbeit wird zum Mitarbeiter kommen; und hier ist eine netzbasierte Organisation das A&O des Erfolgs von morgen.
  4. Ihre Kunden erreichen Sie vornehmlich über das Mobiltelefon. Es ist inzwischen zum Universal-Navigator durch das Leben geworden. Hier liegen die großen Chancen wenn, wie von uns erwartet, Innenminister Philipp Mißfelder im Jahr 2018 das Abschalten von Mobiltelefonen verbieten wird (Sicherheit!). Damit ist der Durchbruch zur mobilen Markt- und Serviceökonomie endgültig vollzogen.

Ich will Sie hier nicht mit langatmigen Analysen aufhalten.

Nur so viel: Der Weg zu Strategie und Märkten im Jahr 2020 ist nach unserer Auffassung klar vorgezeichnet. Wir können heute schon sagen, wie Sie sich als Unternehmer auf die Ökonomie des mobilen Marktzugangs einstellen sollten, wie Sie heute mit der Umsetzung der Distributed Company beginnen sollten und welche Empfehlungen wichtig sind, wenn Sie die wachsende Zahl der Mitarbeiter der Generation Y leistungsorientiert führen wollen.

Die Ausarbeitung zu diesen Praxis-Themen würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Dennoch wollen wir Ihnen dieses neue Unternehmer-Wissen in einer bürotauglichen Form zur Verfügung stellen. Wie, das lesen Sie hier:

Wir haben die wichtigsten Empfehlungen für Ihre Strategie 2020 in einem handlichen Ratgeber zusammen gefasst, der speziell für Sie als Unternehmer konzipiert ist:

Also kein langatmiges Business-Entertainment wie in diversen Magazinen für Manager, sondern klare, knappe Anleitungen und Ratschläge für Ihre Praxis im Stil eines aufgewerteten McKinsey-Vorstandsgutachtens.

Diese Trendletter-Sonderausgabe “Die Welt im Jahr 2020″ ist ab sofort für den Versand an Sie bereit. Bestellung und Einzelheiten mit diesem Klick!

Trendforum 2010 | Die wichtigsten Ergebnisse aus Unternehmer-Sicht | Auf unbekannten Wegen warten die größten Chancen (2/2)

Montag, 29. November 2010

von Axel Gloger

Eine der wichtigsten Zukunftskonfernzen auf dem deutschen Markt ist das Trendforum. Es fand dieses Jahr als “Trendforum 2010” statt. Ich habe die Veranstaltung eröffnet und moderiert. Hier die wichtigsten Ergebnisse aus Unterhemer-Sicht (Teil 2/2):

8. Wenn das Navigationssystem Ihrer Strategie sagt: “Die Route wird neu berechnet. Bitte folgen Sie dem neuen Weg!”. dann tun Sie es. Hören Sie nicht auf Ihren Beifahrer, sondern seien Sie bereit, neue, nicht bekannte Wege zu gehen. Trotz der damit verbundenen Widrigkeiten warten hier große Chancen für Pionier-Unternehmen.

9. Marketing wird transparent. Die Belohnungen und Nutzenversprechen wirken – und das Marketing weiß in Zukunft, wie und warum sie wirken. Neuromarketing und die Nutzung von Hirn-Scans machen das möglich.

10. Die alte Denkweise lautet: von der Technik zum Markt. Die neue Denkweise lautet: vom Markt zur Technik. Denken Sie zuerst an Ihren Kunden, dann an das, was Sie technologisch vermarkten wollen.

11. Der Anteil der Umsätze aus nicht-konventionellen Geschäften wird weiter wachsen. Grund: In vielen Branchen gibt es ein stagnierendes und renditeschwachses Kern- oder Hauptgeschäft. Hier entsteht zwar nach wie vor der Kundenzulauf. Aber die eigentlich interessanten Geschäfte werden gemacht, indem den Kunden Zusatzleistungen angeboten werden.

12. Die Zahl der Überraschungen ist größer als die Zahl der Trends. Deshalb sollten Unternehmen nicht alle ihre strategischen Ressourcen in Forecasting und Trendanalyse stecken. Ebenso wichtig ist es, Mitarbeiter und Organisation fit zu machen für den Umgang mit überraschenden Ereignissen – positiven wie negativen.

13. Wichtige neue Disziplin in der Unternehmensstrategie: der Umgang nicht nur mit bekannten Ereignissen, sondern auch mit dem unknown unknown.

14. Das Internet ist ein Spiegel des kollekiven Gehirns (collective Mind). Unternehmer, die es verstehen, die Strömungen und Themen des collecitve Mind zu ergründen, erhalten Zugang zu neuen Prognose-Fähigkeiten. So lassen sich Stimmungen, Einstellungen, die Auf- und Abstieg von Themen oder neuen Produkten zuverlässig durch eine Analyse des collective mind voraus sagen. Werten Sie dafür Internet-Foren, die Inhalte von Blogs zu spezifischen Themen, das Verhalten relevanter Personen in sozialen Netzen und das allgemeine Verhalten von Internet-Nutzern aus.

15. Erfolg von Personen und Unternehmen wird in Zukunft davon bestimmt, wie sie Ihr Netzwerkverhalten ausrichten. Wichtige Punkte: die Nähe zu anderen, wichtigen Personen. Gegenseitiger Austausch. Kollaboration, Zusammenarbeit auch mit Konkurrenten. Schnelle Antworten in der digitalen Kommunikation.

Teil 1/2 lesen Sie hier (Klick).

Megafusionen – auch in der Beraterbranche | Consultingfirmen auf dem Hochzeitsmarkt

Montag, 22. November 2010

von Axel Gloger

Der Wirtschaftsprüfer greift nach mehr: Deloitte hat es mit Roland Berger versucht. Aber am Ende ließen die Berger-Partner den Übernehmer abblitzen. Aber die nächste Fusion kommt gewiss. PWC will in die hochwertige Strategieberatung vordringen – und ist bereit für eine Übernahme einer Beratungsgesellschaft.

Zwar ist der Plan noch nicht umgesetzt, eine Übernahme noch Zukunftsmusik – aber der Markt ist in Bewegung. Ein Organismus wie PWC ist um ein Vielfaches größer als selbst die größten Strategieberater. Zudem besteht Wachstums-Hunger. Die Prüfer wollen ambitioniert weiter expandieren, auch in Felder, die zu ihrem Geschäft passen.

Deshalb werden sie früher oder später den Arm nach einem Strategieberater ausstrecken. Die Absicht ist bereits öffentlich, wie PWC-Chef Dennis Nally und Norbert Winkeljohann in einem letzte Woche veröffentlichten Zeitungsinterview hören ließen.

Das Thema Übernahmen in der Beratungswirtschaft köchelt schon länger. Wie zu hören ist, gehören Fusions- und Übernahmegespräche in einigen Beratungsgesellschaften zur täglichen Agenda der Chefs der Beratungshäuser.

Beispiel: In diesem Sommer sorgte eine Nachricht für Aufregung in der Branche: Zwei Großberater gehen zusammen, Booz & Co. und AT Kearney wollten gemeinsam das drittgrößte Beratungsunternehmen der Welt bilden.

Damit hätte die Consulting-Industrie das gehabt, was in anderen Branchen längst Alltag ist – eine Megafusion.

Zwar wurde die Firmenhochzeit wegen  nicht zusammen passender Konzepte für die gemeinsame Zukunft abgesagt. Doch die Strategie „A schluckt B“ steht in den Chefetagen der Beratungshäuser derzeit ganz oben auf der Agenda. Einen der Gründe nennt Thomas Lünendonk, Analyst der Branche: „Consulting ist eine reife Industrie, die jetzt das nachvollzieht, was in anderen Branchen schon Alltag ist.“

Die Realtitäten liegen auf der Hand: Die Branche wächst weltweit nur noch moderat. Das schafft Konsolidierungsdruck.  Seit das zweistellige Umsatzplus für die Beratungsunternehmen nicht mehr zur Routine gehört, müssen sie sich mit Themen befassen, die sie bislang nur aus dem Alltag ihrer Kunden kennen: Marktanteilskämpfe, heftige Konkurrenz um jeden Kunden, Preisverfall.

Dass das Thema Beraterfusionen heiß ist, zeigen die vielen Gerüchte, die heute weitergereicht und morgen dementiert werden. „Kein Kenner des Marktes wird überrascht sein, wenn die nächste Hochzeit gemeldet wird“, formuliert Analyst Lünendonk seine Erwartung.

Mittels einer Großfusion können die beteiligten Unternehmen etliche Synergien heben – teure Filialnetze ließen sich zusammen legen, Fixkosten von Research und Dokumentation mit einem größeren Umsatz amortisieren. Auch auf der Marktseite brächte eine Fusion Vorteile. „Neue Themen erschließen, neue Kunden gewinnen, neue Werkzeuge verfügbar machen“, erklärt Lünendonk die treibenden Kräfte.

China-Märkte 2020: Warum das Reich der Mitte immer noch ein Hoffnungsträger ist, aber auch eine Rüttelstrecke für Unternehmer | China 2.0 jetzt kennen lernen

Montag, 17. Mai 2010

von Axel Gloger

Unsere Sichtweise Chinas hat sich radikal verändert. Dazu gleich mehr, zunächst ein Blick auf das, was bleibt. Das Land ist auch für die nächsten Jahre eine Wachstumsmaschine, es lohnt sich, die China-Märkte 2020 schon jetzt im Blick zu halten. Eine Zahl, die das eindrucksvoll belegt: In 6 bis 10 Jahren kommt 1x Deutschland zur chinesischen Wirtschaftsleistung hinzu. China bleibt also ein wirtschaftlicher Magnet.

Aber die Rahmenbedingungen haben sich stark verändert.

Regierung: Die Regierung betreibt eine Transformation weg vom Billigstlohnstandort hin zum Technologie- und Wissensstandort. Der Niedrigkostenvorteil, von dem viele Unternehmer in der Vergangenheit profitiert haben, schwindet immer mehr.

Rahmenbedingungen: Unternehmer treffen auf unfreundliche Bedingungen. Der olympische Charme, mit dem viele Ausländer in der Vergangenheit in der Business Community aufgenommen wurden, ist weg. Heute geht es darum, die nationalen Interessen zu schützen – auch gegen lästige Konkurrenz aus dem Ausland.

Marktzugang: Mit den steigenden Einkommen wird China als Absatzmarkt immer interessanter. Besonders die reichen Regionen entlang der Ostküste werden zum Konsumentenmarktparadies. Die chinesische Regierung weiß aber um den Wert dieser Märkte. Sie versucht, den Markt in erster Linie für die heimischen Unternehmen bereit zu halten. Wer als ausländisches Unternehmen hinein will, muss zahlen. Die Währung heißt; Zugang zu westlichem Technologie-, Prozess- und Markenwissen.

Der Umbruch hat die TRENDLETTER-Redaktion dazu veranlasst, die Marktchancen und die Bedingungen für ausländische Unternehmer einer umfassenden Analyse zu unterziehen. Unser in den letzten 6 Monaten recherchiertes Wissen zum Thema China-Märkte 2020 haben wir in einer TRENDLETTER-Spezialausgabe zusammen gefasst. Diese wird Anfang Juni auf den Markt kommen. Hier sagen wir Ihnen,

  • welche Konsumentenmärkte die besten Chancen versprechen,
  • wie erfolgreiche Markterschließung in China funktioniert,
  • warum es sich lohnt, die kaufkräftigen Online-Kunden zu erschließen,
  • mit welchem Maß von Behörden-Willkür Sie bei Ihrem Projekt zu rechnen haben
  • und wer die wahren Entscheider sind, wenn es um Genehmigungen, Zulassungen und politische Unterstützung geht.

Den Unternehmer-Führer China erhalten die regelmäßigen Bezieher des Trendletter im Rahmen ihres Abonnements (gedruckt, Bezahl-Publikation). Wenn Sie sich für die Lektüre des Trendletter und die hier beschriebene Spezialausgabe China-Märkte 2020 interessieren: Hier (Klick!) können Sie den Trendletter bestellen.

Finanzkrise 2.0 | Worauf sich Unternehmer für Ihre Planung einstellen sollten | Risikofaktor: Brüning-Syndrom

Montag, 10. Mai 2010

von Axel Gloger

Griechenland ist ein kleines Land. Seine Wirtschaftsleistung liegt, grob gerechnet, bei einem Zehntel der Leistung Deutschlands. Bedeutende Unternehmen hat Griechenland nicht. Das wertvollste Unternehmen an der griechischen Börse ist, Sie werden staunen, eine Coca-Cola-Abfüllfabrik. Das sagt viel über die Leistungsfähigkeit des Landes – und über sein Potenzial, auf der Weltbühne der Wirtschaft gestaltend mitzuspielen. Stellen wir fest:

  1. Das Land war, obwohl Niedrigkostenland, nie eine nennenswerte Outsourcing-Destination (anders als, interessanterweise, die Türkei).
  2. Für deutsche Exporteure ist es kein nennenswerter strategischer Markt.
  3. Wir verknüpfen große kulturelle Leistungen mit Griechenland. Aber die Neuzeit hat keine großen unternehmerischen Leistungen hervorgebracht.

Jetzt aber haften wir mit für die griechischen Schulden. Diese belaufen sich auf 70 Prozent des dortigen Bruttosozialproduktes. Der Prozentwert ist ein Indiz dafür, dass die Griechen a) sehr viel Geld aufbringen müssen, um sie zu finanzieren und b) es sehr lange dauern wird, bis sie auf ein verträglicheres Niveau herunter gefahren werden können.

Zudem sind die Maßnahmen, die jetzt von EU und IMF ergriffen werden, zwar richtig, weil alternativlos. Aber sie führen in erster Line dazu, dass Hellas nicht in noch höhere Schulden getrieben wird. Nicht aber dazu, dass die Rückzahlungsfähigkeit des Landes gestärkt würde, was eigentlich wünschenswert wäre.

Welches Szenario ist für Griechenland wahrscheinlich? TRENDLETTER-Einschätzung: Das Land wird alsbald vom Brüning-Syndrom befallen. Deflation, große Staatskrise, Zusammenbruch. Die Parallelen zur Politik des letzten Kanzlers der Weimarer Republik liegen durchaus auf der Hand: Heinrich Brüning (amtierte 1930 bis 32) wollte die Staatsfinanzen in Ordnung bringen, betrieb eine rigorose Sparpolitik und leitete damit eine Deflationsspirale ein, die von Massenarbeitslosigkeit und Destabilisierung der Gesellschaft begleitet wurde.

Deutschland wird das unmittelbar betreffen. Denn die 22 und mehr Millarden, die wir in das Land stecken werden, sind wahrscheinlich auf Nimmerwiedersehen verloren. Warum? Wolfgang Münchau, Kolumnist bei der Financial Times und ihrer deutschen Schwester sowie Mitgründer des Informationsdienstes Eurointelligence, weist auf folgende Tatsache hin: Die Geldanlage in diesen Krediten ist ein Hochrisikogeschäft. Angela Merkel, Guido Westerwelle und Rainer Brüderle haben uns das bislang wohlweißlich verschwiegen (den bemerkenswerten Artikel finden Sie hier, Klick):

Hintergrund dazu: Unsere Geldanlagen in Hellas-Staatspapieren sind von Anfang an faul. Sie haben auf dem Finanzmarkt nur den sogenannten Junior-Status. Heißt: Im Falle eine Staatspleite oder auch nur einer Teil-Insolvenz mit anschließender Restrukturierung der Schulden werden zunächst die A-Gläubiger bedient. Erst dann kommen die Besitzer der B-rangigen Junior-Papiere an die Reihe, werden dann aber feststellen, dass nichts mehr zu holen ist.

Damit gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass unser Geld futsch ist.

Was kommt? Auch Italien, Portugal, Irland und Spanien sind Problemkandidaten. Es ist dem historischen Zufall geschuldet, dass Griechenland zuerst faul wurde, ebensogut hätte es auch eines der anderen Länder als erstes treffen können. Alle genannten Länder vereint: Sie haben zu hohe Schulden. Sie werden sie zu aktuellen Konditionen nicht mehr voll bedienen können. Italien z. B. hat sich mit Zahlenkosmetik (vulgo: Schulden kleiner gemacht, als sie sind) den Zutritt zum Euro verschafft.

Schlussfolgerung: Europa braucht eine Schulden-Loswerde-Strategie. Schauen wir uns an, wie diese aussehen könnte:

  • Volle Rückzahlung? Bei den involvierten Beträgen und der geringen Neigung der Politik, Schulden jemals zu tilgen, fällt dieser Weg flach.
  • Wachstum? Im Prinzip eine gute Idee: Ein Wirtschaftswachstum von > 5% würde die Steuereinnahmen so stark sprudeln lassen, dass auch bei mäßiger Ausgabendisziplin noch Geld übrig wäre, um die Kredite zügig abzutragen. Nur einen Haken gibt es: > 5% wächst die Wirtschaft nur in China, nicht in der Alten Welt. Diese Option können wir also größtenteils vergessen. In jeder Dekade gibt es, wie die Erfahrung zeigt, mal ein oder zwei fiskalisch sehr gute Jahre. An diese schließt sich aber immer eine neue Krise an.
  • Inflation? Diese Lösung hat aus Sicht der Schuldner Charme: Man kann die Schulden von heute mit wertlosem Geld morgen zurück zahlen. Jedes Prozent Inflation wertet die Staatsschulden entsprechend ab, zerstört aber auch unsere Geldvermögen. Dennoch wird es darauf hinauslaufen, dass wir uns mittels Inflation der Staatschulden entledigen.

Als Ultima Ratio wäre auch ein Währungsschnitt denkbar.

Was bedeutet das für Unternehmer? Da Inflation Teil jeder Schuldenbeseitigungsstrategie sein muss, werden wir uns auf Geldentwertung einstellen müssen. Vielleicht nicht in den nächsten 5 Jahren, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Zeit danach.

Bedenken Sie dabei bitte: Eine Hyperinflation wie zu Weimarer Zeiten oder wie heute bei Dr. Mugabe in Zimbabwe ist für die Zwecke der Politik gar nicht nötig. Auch eine psychologisch vertretbar erscheinende, weil gerade noch milde wirkende Geldentwertung von 5 bis 7 Prozent im Jahr wird die Schulden über zehn Jahre hinweg zusammenschmelzen lassen wie den letzten Schnee unter der Märzsonne.

Hinweis für unsere regelmäßigen Leser: Wegen des Feiertags am Donnerstag, dem 13. Mai erscheint die nächste Ausgabe des Trendletter-Blogs am Montag, dem 17. Mai.

Immobilienmarkt und -Anlagen: Rosinenpicken ist die richtige Strategie | Die wichtigsten Trends

Donnerstag, 15. April 2010

von Axel Gloger

Welche Entwicklungen den Immobilienmarkt von morgen prägen:

  • Erstens die Reaktionen auf die Finanzkrise
  • Zweitens der Umgang mit dem demographischen Wandel
  • Drittens eine fundamentale Reorientierung auf die Stadtzentren

Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass in den hoch bewerteten Immobilienmärkten in Spanien, England und den USA die Blase geplatzt ist. Investoren müssen mit ganz anderen Renditehintergründen kalkulieren, einen längeren Atem haben und damit rechnen, ihr Portfolio 10-20 Jahre zu halten.

Außerdem führt die Finanzkrise zu veränderten Möglichkeiten der Refinanzierung. Fremdkapital ist schwerer zu akquirieren, Beleihungsgrenzen sind enger, die Möglichkeiten, Immobilienpakete zu schnüren, eingeschränkt. Das alles führt zu einer deutlich abgekühlteren Einstellung gegenüber Immobilieninvestments. Vor der Finanzkrise fragte man: Wann zieht Deutschland endlich auf das erhöhte Preisniveau nach? Diese Frage hat sich erübrigt. Immobilienpreise werden keinen großen Sprünge nach oben machen.

Wie sich der demographische Wandel auf den Immobilienmarkt auswirkt:

Der Rückgang der Bevölkerung wird zu einem Rückgang der Nachfrage nach Büro- und Wohnimmobilien führen. Investoren werden sehr genau hinschauen, wo die Nachfrage auch in Zukunft gesichert ist. Eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung besagt, dass in den gesamten neuen Bundesländern mit Ausnahme der Zentren Leipzig, Dresden und Berlin die Einwohnerzahlen deutlich schrumpfen werden. Auch in den alten Bundesländern gibt es Regionen wie das Ruhrgebiet, Nordhessen, das östliche Niedersachsen und das Saarland, wo die Bevölkerung deutlich abnimmt, es zu Leerständen und sinkender Vermarktbarkeit kommt.

Dagegen liegt in den Städten und den dynamischen Kernregionen noch Potenzial. Regionen wie München Umland, Hamburg Umland, Berlin Speckgürtel, die Rheinschiene zwischen Düsseldorf und Mannheim sowie Baden-Württemberg sind nach wie vor Wachstumsregionen.

Die Revitalisierung der Stadtzentren

Nach Jahrzehnten, in denen die Immobiliennachfrage in die Fläche ging, sowohl was Gewerbe als auch was Wohnen betrifft, können wir jetzt wieder ein verstärktes Interesse an den Städten feststellen. Beim Gewerbe deshalb, weil wir uns von der Produktions- zur Dienstleistungsgesellschaft entwickeln. Unternehmen, die Dienstleistungen anbieten, haben keinen so hohen Flächenverbrauch wie die industrielle Verarbeitung.

Zudem sehen wir:  Wissensarbeiter arbeiten gern dort, wo andere Kreative arbeiten und das ist nicht auf dem Gewerbegebiet, wo man sich bei einer Frittenbude trifft. Das gleiche gilt für Wohnimmobilien. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, ziehen viele ältere Menschen wieder in die Stadt zurück. Junge Familien bleiben in der Stadt, weil sie dort höhere Lebensqualität erwarten. Der Wettlauf um die jungen Familien in der Stadt hat bereits begonnen. Städte, die es sich leisten können, investieren in Kindergärten, in Spielplätze und in bezahlbaren Wohnraum für Familien.

Fazit: Die Hoffnung auf einen allgemeinen Boom hat derzeit keine Nahrung. Dass der Boom in absehbarer Zeit kommt, ist eher unwahrscheinlich. Die von den Akteuren der Immobilienbranche herbeigeredeten Erwartungen auf Preissteigerungen sind nichts weiter als eine Hoffnung, der jede Basis fehlt. Jeder Immobilien-Investor, ganz gleich, ob privat oder gewerblich, wird sich die wenigen Rosinen im Markt mühevoll herauspicken müssen. Immobilien, die auch in Zukunft AAA-Status haben (Sicherheit, Lage, Infrastruktur, Wertzuwächse), werden rar bleiben.

Anmerkung: Dieser Text ist der Auszug aus einem Interview, das der Autor mit dem Blog der ImmoCom anlässlich einer zentralen Veranstaltung dieses Verbandes führte. Christine Plaß verfasste den Text dieses Interviews. Credit: Klick hier!

Hinweis in eigener Sache: In der Abonnement-Ausgabe des Trendletter stellen wir jeden Monat wichtige Trend-Signale vor, die Märkte, Kundenverhalten und Immobilienwirtschaft von morgen prägen. Falls Sie die Abonnement-Ausgaben des Trendletter interessieren: hier (Klick!) können Sie eine Probeausgabe sowie die Option für ein Abonnement erhalten.

Endlich etwas über Chinas Zukunft

Montag, 21. September 2009

von Axel Gloger

Für den Trendletter befasse ich mich schon seit vielen Jahren intensiv mit China. In zahlreichen Analysen haben wie die Lage im Reich der Mitte immer wieder aufgearbeitet. Regelmäßige Leser werden unsere China-Reports kennen und schätzen. Wir haben dafür auch von ausgewiesenen China-Experten Anerkennung erhalten. Abonennten des Trendletter finden die China-Ausgaben im Online-Achiv (hier klicken, aktuelles Passwort eingeben).

Aber genug des Selbstlobs.

Die Tage kommt eine heiße Neuerscheinung auf meinen Tisch, von der Sie wissen sollten. “Chinas Megatrends. Die 8 Säulen einer neuen Gesellschaft” heißt das neue Buch. Zum Bestellen auf den Buchtitel klicken.

Klingt nach dem China-Buch Nr. 364, ja, ich habe Sie alle hinter mir im Regal stehen. Aber dieses China-Buch ist anders als alle anderen. Es ist nicht von außen gesehen geschrieben, sondern von innen heraus. China über China. Das macht den entscheidenden Unterschied.

Zudem erhöht der Autor das inhaltliche Gewicht des Werkes. Es ist John Naisbitt, der das Buch zusammen mit seiner Gattin Nr. 3, Doris Naisbitt, verfasst hat. Naisbitt, Sie erinnern sich: Megatrends. Das Buch hatte weltweit eine Millionen-Auflage, damals, in den 1980er Jahren. Es war das erste Mal, dass sich jemand der Zukunft nicht als Guru, sondern mit einem professionellen Früherkennungssystem zugewandt hat. Die Ergebnisse waren entsprechend. Das meiste, was Naisbitt damals voraussah, kam auch so.

Nun ist Naisbitt nicht mehr 29. Ich darf es hier ganz offen sagen: Seine letzten beiden Werke waren schlaff. Sie kapitlaisierten den berühmten Namen. Aber wirklich weiter gebracht haben sie uns, speziell als Unternehmer, nicht.

Aber mit diesem Buch ist es ganz anders. Naisbitt ist wieder der alte. Von unglaublicher Frische, guter Beobachtungsgabe, Präzision und Deutungs-Kompetenz. Er hat über Jahre mit einem Team von 28 Chinesen aus öffentlich zugänglichen Quellen Material zu Zukunftsthemen gesammelt, ausgewertet und die Fakten zu einem sehr lesbaren Report eingekocht. Kurz: Die einst so ruhmreiche Megatrend-Methode lebt in diesem Buch mit voller Kraft wieder auf!

Nur ein Beispiel: Naisbitt zeigt, dass Chinas Staatsunternehmen wahrscheinlich alle privatisiert werden. Das wird Unternehmen aus dem Westen noch einmal neue Chancen verschaffen, weil die Dynamik der möglichen Partner gestärkt wird und China als B2B-Markt noch interessanter wird.

Mein Votum: Geben Sie die anderen China-Bücher ins Antiquariat. Lesen Sie Naisbitt. Die 21,90 Euro für das Buch sind gut angelegt, Ihre wertvolle Lesezeit auch.