DLD15 | “It is only the Beginning” | Aufbruch, die großen, digitalen Veränderungen kommen erst noch

von Axel Gloger

“It is only the beginning”, es ist erst der Anfang. So das Motto der diesjährigen DLD-Conference. Drei Tage in München. Alles, was wir in der digitalen Welt bislang gesehen haben, sei nicht mehr als ein Vorspiel gewesen, so Steffi Czerny von Burda, Organisatorin der Konferenz. Die Revolution startet jetzt, die großen Veränderungen kommen also erst noch.

Digitalisierung ist schon wie Strom. Gehört zu unserem Leben. Das Internet hat auch seine letzte Ecke erreicht – und wird seine prägende Kraft entfalten.

Für Unternehmer bedeutet das: Phansen der Komfortzone werden weniger. Wir müssen das Neue umarmen, bevor wir vollständig vereinnahmt werden. Chancen sind größer als die Risiken für die, die agil bleiben. Das heißt: Phasen rascher Veränderungen meistern, ihre positive Energie nutzen. Künftig öfter im “war mode” als im “peace mode”, wie Venture Kapitalist Ben Horowitz uns bei der Konferenz wissen ließ.

Timotheus Höttges, CEO der Telekom, ging bei der DLD-Konferenz direkt in den “war mode”, er zeigte sich angriffslustig gegenüber dem derzeitigen Status der Regulierung.

Die Telekom sei anders als Google, Amazon und Facebook, weil nur ihr Geschäft der Regulierung unterworfen sei: Pflichtangebote, keine Big-Data-Nutzung durch Toll Collect (“Wir müssen die Daten ungenutzt wegwerfen, weil des Datenschutzgesetze gibt”), Investitionen in Infrastruktur.

“Wenn ich könnte, würde ich Kommunikation verschenken”, sagte der Telekom-CEO mit Blick auf die Digitalgiganten aus den USA, die genau das tun. Sie verschenken Kommunikation, lassen die Nutzer mit ihren Daten bezahlen, mit denen Google, Amazon, Facebook, Whatsapp Milliardengeschäfte aufsetzen.

Höttges baute eine delikaten Gegensatz auf:

Hier die regulierte Telekom, dort die unregulierten US Internet Giganten.

Subtext: Die sollen sich der Regulierung unterwerfen, die auch für die Telekom gilt. Ed Vaizey, Minister für Digitales der britischen Regierung, opponiert: Wenn die US-Anbieter nicht reguliert sind, der deutsche Heimspieler aber reguliert, dann müsse auch dieser reguliert werden.

Die Politik ist offenbar gefordert. Aber die Botschaften der Unternehmer wollen nicht recht ankommen.

Ilse Aigner, jetzt Wirtschaftsministerin Bayern, wirkte genauso spröde und uninspiriert wie ihre Kollegin, die Digitalministerin im Kabinett der franzöischen Regierung, Axelle Lemaire. “Dieses Internet ist Neuland”, mal wieder. Die Unternehmer hingegen sind dort schon längst angekommen, wie die DLD15-Konferenz nachwies.’

Tags: #dld15, Digital Divide, DLD Conference

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