02. April 2013

Starten Sie mit uns! Werden Sie Nutzer von Über_Morgen – dem Blog zum Buch. Hier finden Sie aktuelle, praxisgetestete Zukunfts-Informationen. Alle Themen richten sich an Unternehmer. Deshalb der Mix: Strategie, Führung, Märkte, Kundenverhalten, Management und Beratung.

Axel Gloger ist Chairman der Denkfabrik Trend Intelligence. In der unternehmerischen Praxis ist er als Mitglied von Aufsichtsräten und Beiräten tätig. Überdies ist er Autor von Fachbüchern für Unternehmer sowie verantwortlicher Gestalter des Unternehmer-Informationsdienstes TrendScanner sowie Gründer dieses Blogs.

Das aktuelle LinkedIn-Profil von Axel Gloger finden Sie hier. Seine Vortragsthemen lesen Sie hier.

Betriebswirtschaftsleere | Handelszeitung: “Wegen dieser Mängel ist die BWL ein Sanierungsfall”

16. Oktober 2017
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Die “Handelszeitung” greift das Thema “Betriebswirtschaftsleere” in einem großen Artikel auf. Auszüge aus des Beitrages, der im führenden Wirtschaftsblatt der Schweiz erschien:
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“Debatte: BWL gehört zu den beliebtesten Studienfächern. Das Curriculum des Studiums muss sich aber dringend reformieren. Eine Mängelliste.”

“Seit ein paar Wochen sind die Hör­saalbänke wieder besetzt, das Herbst­semester hat begonnen. Zu den ­meiststudierten Fächern gehört die ­Betriebswirtschaftslehre, genauer: Sie rangiert unter den Top drei, nach Jura, aber vor Psychologie. Das Fach ist eine Erfolgsgeschichte: Waren vor 20 Jahren gerade einmal 4500 Stu­denten an den Universitäten des Landes eingeschrieben, sind es heute 13 000 BWL-Studenten.”

“Das Fach zieht Jahr für Jahr so viele Studien­neulinge an wie kaum ein anderes. Ein Indiz ­dafür: Insgesamt stieg die Zahl der Studenten hierzulande seit Beginn des BWL-Booms gerade einmal um die Hälfte – die Belegung des Top-Faches hingegen schwoll auf das Dreifache an.”

“Aber jetzt regt sich Kritik an dem, was dort ­gelehrt wird. Betriebswirtschaftslehre sei praxisfern, heisst es, und sie bilde nicht das ab, was die speziell in der Schweiz so dicht vertretenen wie international erfolgreichen KMU an Führungswissen brauchen. «Die BWL hat an Relevanz ­verloren», kritisiert etwa Katja Unkel, Unternehmensberaterin in St. Gallen.”

“Ganz ähnlich tönt das von Rolf Dobelli. Er habe sich während eines BWL-Studiums an der HSG vier Jahre gelangweilt, verkündete der Unternehmer in einem TV-Interview. «Mein grösster Denkfehler, einer der ganz grossen. Das Studium wäre wirklich nicht nötig gewesen. Das war der grösste Handlungsfehler meines Lebens.» Warum genau die BWL kritisiert wird, zeigt ein Blick auf die Mängelliste.”

Lesen Sie weiter: Volltext in der “Handelszeitung”.

Mailkontakt Axel Gloger, Autor “Betriebwirtschaftsleere. Wem nützt  BWL noch?”

Betriebswirtschaftsleere | F.A.Z.: “Wöhe” unter Beschuss | Streit um BWL-Bücher

16. Oktober 2017

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung widmete dem Buch “Betriebswirtschaftsleere” eine große Rezension, Autor ist der geschätzte Kollege Georg Giersberg. Hier ein kurzer Auszug, Volltext-Version auf der Seite der F.A.Z.

“Dass die meisten BWL-Studenten hierzulande das Fach nur der Karriere wegen wählen, kann man auch positiv sehen: Das Fach legt eine breite Basis. Doch nun gibt es einen heftigen Streit über das Standardwerk, das im Studium häufig genutzt wird.”

“Man kann ein wenig fremden Glanz auf sich lenken, wenn man an einem Denkmal kratzt. Das hoffte wohl auch der Autor Axel Gloger, als er beschloss, sich in seinem jüngsten Buch „Betriebswirtschaftsleere. Wem nützt BWL noch?“ (Frankfurter Allgemeine Buch, Verlag Neue Zürcher Zeitung, Frankfurt, Zürich 2016, 200 Seiten, 19,90 Euro) an „dem Wöhe“ abzuarbeiten.”

“Er hat das Glück genutzt, dass in diesem Herbst zeitgleich zu seinem Buch auch der Klassiker des Faches, Günter Wöhe und Ulrich Dörings „Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“ (Verlag Franz Vahlen, 990 Seiten, 32,50 Euro) erscheint, in seiner 26. Auflage. Der Wöhe ist nicht die einzige Einführung, die zum wiederholten Male versucht, einen Überblick über das gesicherte Wissen der BWL zu geben.”

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“Effizienz und Gewinn sind ganz zentrale Begriffe des Wöhe-Modells der Betriebswirtschaft. Genau das macht Axel Gloger den Wöhe-Anhängern zum Vorwurf. Gloger verdammt darüber hinaus die gesamte Betriebswirtschaftslehre, wie sie derzeit gelehrt wird, in Grund und Boden. Die alleinige Gewinnorientierung wirke in der Realität wie ein Brandbeschleuniger der menschlichen Gier, die BWL-isierung des gesamten Managements führe zu unmenschlichen Zuständen.

Es werde nur noch Erfolgskennziffern hinterhergelaufen. Die BWL orientiere sich an einigen börsennotierten Großunternehmen, selbständige Unternehmer kämen in der BWL gar nicht vor – im Gegensatz zur Praxis. Die heute an den Hochschulen gelehrte BWL sei eine von Menschen losgelöste abstrakte Wissenschaft, deren Studium sich vor allem im Auswendiglernen von Strichaufzählungen ergehe.”

Weiterlesen in der FAZ hier.

Mailkontakt Axel Gloger, Autor “Betriebwirtschaftsleere. Wem nützt  BWL noch?”

Betriebswirtschaftsleere | Axel Gloger in der “Wirtschaftswoche”

16. Oktober 2017

Wirtschaftswoche: Herr Gloger, in Ihrem kürzlich erschienen Buch “Betriebswirtschaftsleere” stellen Sie den Nutzen des Studienfachs Betriebswirtschaftslehre infrage. Was hat Sie dazu gebracht, die BWL so kritisch unter die Lupe zu nehmen?

Axel Gloger: Wir haben weit über 200.000 Studenten in diesem Fach. Kein Fach wird so häufig studiert wie die BWL. Sie reklamiert für sich, unsere Unternehmen mit Mitarbeitern zu versorgen, die zukunftsfit sind. Wir sprechen von Disruption, Automatisierung, Digitalisierung. Aber können Unternehmen diese Herausforderungen meistern mit Absolventen, die fünf Jahre nur Auswendiglern-Wissen gepaukt haben?

Was denken Sie? Können sie es?

Ich bezweifle das. Wir züchten akademische Sachbearbeiter heran, nicht Lösungsfinder für unsichere Zeiten.

Woran machen Sie diesen Eindruck fest?

Ich selbst bin Diplom-Volkswirt, ein Fünftel des Studiums bestand aus BWL-Stoff. Die Klausuren habe ich durch stumpfes Auswendiglernen von Karteikarten bestritten und Bestnoten erzielt. Das hat mich nachhaltig geprägt.

Das ist bislang nur Ihre eigene Anschauung.

Das stimmt, aber meine persönliche Motivation sollte hier auch keine so große Rolle spielen. Ich habe für mein Buch mit Professoren und Unternehmern gesprochen, ich habe mir Vorlesungen zum Beispiel in Kosten- und Leistungsrechnung angehört. Und ich habe mir die Grundlagenwerke gekauft, darunter den “Wöhe”, das meistverkaufte BWL-Lehrbuch der Welt.

Was haben Sie an der “Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre”, deren Urfassung 1960 von Günter Wöhe verfasst wurde, zu beanstanden?

Da wäre zum einen die Form: Ich glaube nicht, dass man diese “Bibel der BWL”, wie sie gerne genannt wird, noch unbedingt in gedruckter Form braucht. Digital könnte das Wissen darin schöner und vor allem praktischer aufbereitet werden. Außerdem setzt das Buch auf reines Faktenwissen. Das wird dann vor den Klausuren in Stichpunktlisten zusammengefasst, danach auswendig gelernt und wenige Tage nach der Prüfung wieder vergessen.

Welche inhaltlichen Probleme sehen Sie darin?

Von Familienunternehmen, die den Kern des zweiten deutschen Wirtschaftswunders bilden, ist dort auf keiner Seite die Rede. Diese Unternehmen sind Primärkunden des Faches – etwa Würth, Kärcher, Trumpf oder Mennekes, eine Welt, in der es einen Unternehmer-Willen gibt, die Bilanzen voller Eigenkapital stecken und Verträge noch mit Handschlag geschlossen werden. Das bildet die Wöhe-BWL überhaupt nicht ab.

Weiterlesen in der “Wirtschaftswoche”

Mailkontakt Axel Gloger, Autor “Betriebwirtschaftsleere. Wem nützt  BWL noch?”

Wie oft gehen Ihre Manager in den persönlichen Kundenkontakt? | Ray Kroc-Tag bei McDonald’s | Der Kunde führt!

11. Juli 2016

von Axel Gloger

Wissen Sie, was ein Ray Kroc-Tag ist? Der Mann eröffnete sein erstes McDonald’s in Des Plaines, Illinois.

Das war in den 1950er Jahren, er schuf damit den Nukleus des heutigen Global Player, Kroc (er lebte von 1902 bis 1984) ist Erfinder und Motor der Filialisierung des Burger- und Pommes-Frites-Geschäfts bei McDonald’s.

Ihm zu Ehren gibt es diesen Ray Kroc-Tag. Damit einher geht eine sehr konkrete Verpflichtung der Mitarbeiter im Management des Burger-Multis, sie lautet:

2 Tage pro Jahr Einsatz direkt beim Kunden, an der Theke und in der Küche eines McDonald’s-Outlets. An der Pommes-Station arbeiten, die Rush-Hour erleben, am Autoschalter die Bestellungen von hungrigen Kunden entgegen nehmen, darum geht es.

Eine gute Idee. Kundenkontakt ist die Energiequelle für jedes Unternehmen.

Management-Mitarbeiter, die scheinbar fern vom Kunden in den Büros agieren, sollten davon nicht ausgenommen sein:

Bei Würth, dem Beschläge-Händler, sind die Manager angehalten, einmal pro Quartal mit dem Außendienst mitzufahren – damit sie spüren, sehen, begreifen, was sich beim Kunden abspielt. Dito Telekom-Management: Die Führungskräfte sollen regelmäßig in den Vertrieb gehen, zum Beispiel in einen T-Punkt.

“Man sieht, was man tut und für wen man es tut”, sagte mir Gabriele Fanta, Vorstand Personal von McDonald’s Deutschland, über ihre Erfahrung mit den Ray Kroc-Tagen.

Sie bekomme das direkte Feedback der Kunden, sie erlebe, wie die Teams drauf sind – und freue sich über glänzende Kinderaugen, wenn Familien kommen und ihr Happy Meal bestellen.

Kundenkontakt für das Management – wieder so eine neue Business-Folklore? Bestimmt nicht!

Die Intensität des Kundenkontakts macht den Unterschied zwischen einem Normal-Unternehmen und einem Champion-Unternehmen.

Darauf weist uns Hermann Simon hin, der Hidden Champions-Experte. In normalen Großunternehmen haben 5 bis 10 Prozent der Mitarbeiter direkten Kundenkontakt. Bei den Champions aber sind es 25 bis 50 Prozent.

Das zeigt, welche Erfolgskraft ein Instrument wie der Ray Kroc-Tag haben kann:

Es ist für den Erfolg von Führung von entscheidender Bedeutung, dass die Gestalter des Unternehmens die Kunden nicht nur aus Marktforschungs-Auswertungen und Excel-Tabellen kennen – sondern sich bewusst auf den Reichtum und die Authentizität des direkten, das heißt persönlichen Kundenkontakts einlassen.

Zudem ist die Vorbildwirkung wichtig. Die neue Arbeitgeber-Kampagne von McDonald’s hat das Motto “Was geht? Arbeiten wie du bist”. Damit dieser Typ von Employer-Branding wirklich wirkt, ist eine tiefe Verankerung in der Organisation nötig:

Die Arbeitgeber-Marke darf nicht nur medial und in der digitalen Welt bespielt werden, es ist wichtig, dass sie dort mit Leben gefüllt wird, wo jeden Tag das Geschäft stattfindet. Dafür sind Servicebereitschaft und Freundlichkeit gegenüber dem Kunden ebenso wichtig wie die Einbindung des Managements. Auch deshalb der Ray Kroc-Tag!

Der Markt hat lägst gedreht | Jetzt sind die Unternehmen auf der Bewerberseite | Die neue Praxis der Personalwerbung bei McDonald’s

20. Mai 2016

Von Axel Gloger

Bei den Azubi-Stellen spürt es das Unternehmen am stärksten: 1.000 Lehrstellen beitet McDonald’s pro Jahr an, die können schon lange nicht mehr alle besetzt werden.

Es herrscht Ebbe am Arbeitsmarkt, Bewerber sind oft Mangelware.

Der Arbeitsmarkt hat gedreht – der Bewerber ist nicht der Mitarbeiter, sondern das Unternehmen. “Wir als Arbeitgeber müssen uns dem Bewerber anbieten”, sagte Personalvorstand Gabriele Fanta, als sie gestern in Berlin die neue Arbeitgeber-Kampagne von McDonald’s vorstellte.

Interessanter Claim der Kampage: “Was geht? Arbeiten, wie du bist.”

Das Unternehmens steht an einem der Brennpunkte des Arbeitsmarktes. 7.000+ Neueinstellungen fallen pro Jahr an – das sind so viele, dass jeder neue Trend hier schon sichtbar ist lange bevor er bei anderen Unternehmen ankommt.

Deshalb ist das, was der Schnellgastronomie-Dienstleister tut, vorbildhaft für viele andere Unternehmen. Diese 3 Punkte sind wichtig:

1. Nichtkonventionell rekrutieren. “Wir wollen auch Bewerber integrieren, denen das fehlt, was in das traditionelle deutsche Karrieremuster führt”, erklärt die Personalvorständin.

Sprich: Arbeitgeber, schaut nicht nur auf Abschlüsse und Schulnoten – denn an diesem Filter scheitert mancher Bewerber, der sich später als Talent erwiesen hätte. Bei Flüchtlingen, Einwanderern, Bewerbern mit Patchwork-Schullaufbahnen, die ins Beschäftigungsleben strömen sollte mit anderem Maß gemessen werden:

Hier kommt es darauf an, was die Bewerber an Können, persönlichen Fähigkeiten und Willen einbringen – nicht auf die Durchschnittsnote des letzten Zeugnisses oder Häkchen auf der Karrierepunkte-Checkliste mit Auslandspraktika und Co.

2. Beste Prozesse anbieten.Eine Bewerbung auf der Karriereseite muss heute so einfach und selbsterklärend sein wie ein Einkauf bei Amazon. Ein paar Klicks – und fertig. “Die Karriereseite soll es den Bewerbern einfach machen”, beschreibt die oberste McDonald’s-Personalerin das Credo.

Alles, was kompliziert, umständlich und nur mit vielen Klicks und Uploads zu bedienen ist, schreckt Stelleninteressierte ab. Das dient weder dem suchenden Unternehmen, weil es durch komplizierte Web-Prozesse Bewerber verliert, noch den Bewerbern.

3. Deckungsgleichheit von Aussagen in der Arbeitgeberwerbung und der gelebten Unternehmenskultur herstellen. Vorne hui, hinten pfui, damit kommen Arbeitgeber in einer Welt nicht weiter, in der Bewerber das Sagen haben.

Jede Rekrutierungskampagne ist heute nur so gut wie die gelebte Unternehmenskultur dahinter.

Deshalb sollte Personalwerbung bei allem Wettbewerbsdruck auf dem Arbeitsmarkt nur die Dinge versprechen, die die Jobs im Alltag auch einlösen.

Deshalb: “Beispiele von echten Mitarbeitern in der Personalwerbung zeigen, keine Models mit gestylten Werbeaussagen”, beschreibt Personalerin Fanta das Vorgehen, das hier ratsam ist. Authentizität zählt.

Wichtig: Wer versucht, Bewerbern über die Personalwerbung ein X für ein U vorzumachen, bekommt die Quittung für dieses Übermarketing spätestens bei der nächsten Arbeigeber-Bewertung auf Portalen wie Kununu:

In Zeiten der digitalen Transparenz sollte man in der Mitarbeiterwerbung keine Welten aufbauen, die es im Unternehmen so nicht gibt. Die frustrierte Neueinstellung von heute ist die Kündigung von morgen.

BDU: Trends Beratungsmarkt 2015-2016 | Wachstum ohne Ende | Was sich für Beratungskunden ändert

24. Februar 2016

von Axel Gloger

Heute wurde vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) die jährliche Trendstudie vom Beratungsmarkt vorgestellt. Die Consultingbranche befand sich auch im Jahr 2015 weiter im Aufwind, das Wachstum des Beratungsmarktes soll im Jahr 2016 weiter gehen.

In Zahlen:

Um  7,0 Prozent wuchs der Umsatz der Unternehmensberater im Jahr 2015 – auf 27 Mrd. Euro. Damit hat sich die Beratungsbranche nach Umsatz seit dem Jahr 2006 fast verdoppelt (alle Zahlen: BDU-Marktstudie “Facts & Figures”).

Auch für das Jahr 2016 wird sich das Thema “Der Consultingsmarkt wächst und wächst” fortsetzen. “Die Zuversicht bleibt erhalten”, sagt Hans-Werner Wurzel, Präsident des BDU.

Was gibt es Neues für die Kunden von Unternehmensberatern? Was bedeuten diese Entwicklungen für Käufer von Beratungsleistungen?

Dazu diese drei Punkte aus Kundensicht:

1. Schnellen Marktüberblick bekommen, Shortlists von geeigneten Beratern bekommen. Viele Dienstleistungen lassen sich heute bereits über Internet-Portale einkaufen. Diese stellen Preis- und Anbietertransparenz her. Auch für Unternehmensberater-Leistungen etablieren sich diese Portale.

Sie sind besonders dann geeignet, wenn sich ein Kunde, der mit dem Einsatz von Beratern relativ wenig vertraut ist, einen Überblick darüber verschaffen will. Wer bietet was? Wer kann was? Wer ist überhaupt zum Thema am Markt?, Fragen dieses Typs lassen sich über die Beraterportale relativ schnell klären.

2. Hochwertige Wissensarbeit einkaufen, ohne sich an deren Fixkosten zu binden. Typische Situation in vielen Unternehmen: Die Personaldecke ist dünn. Bei Zusatzaufgaben, Projekten, Wachstumsvorhaben müsste man eigentlich neue Mitarbeiter einstellen. Dagegen spricht die Last der Fixkosten (was tun mit den Mitarbeitern, wenn das Projekt zu Ende ist) und die zunehmende Komplexität in der Führung.

Als Alternative wird von vielen Unternehmen die Unternehmensberatung genutzt: Auftrag erteilen, Projektteam arbeiten lassen, sobald die Aufgabe erledigt ist: Ende der Veranstaltung. Keine weiteren Kosten.

Diese Praxis erinnert an Zeitarbeit für gewerbliche Berufe.

Über den Auftrag an Unternehmenberatungen ist ein ähnliches Format realisierbar – Expertise und Umsetzungskompetenz können kurzfristig zugeschltet werden, ganz gleich ob Einzelpersonen oder ganze Beraterteams an Bord kommen. Kosten entstehen nur, solange das Projekt andauert.

3. Den Berater mit ins Risiko nehmen. Häufig geht es in Beratungsprojekten um den Aufbau neuer Geschäfte, neuer Geschäftsmodelle oder um Wachstumsprojekte.

In der alten Welt trug hierfür das auftraggebende Unternehmen allein das Risiko. Der Berater wurde nach den üblichen Sätzen zum Festpreis oder nach Stundensätzen bezahlt und konnte sich aus dem Projekt ohne die Last eines Risikos verabschieden.

Das ist heute anders: Viele Beraterkunden rechnen ihren Consultant nach dem Pay-as-you-Grow-Modell ab. Die Praxis funktioniert so:

“Man fängt mit einem geringen Einstiegspreis an”, beschreibt BDU-Präsident Hans-Werner Wurzel den neuen Abrechnungsmodus, “und wenn es dann gut läuft, teilt man sich den Erfolg.” Auf diese Weise tragen Kunde und Berater das Risiko für den Ausgang des Projektes gemeinsam.

3D-Druck | 1x erlebt = Chancen verstanden | Einladung zum Workshop | 17.11.15 in Berlin

29. September 2015

Von Axel Gloger

Hatten Sie schon einmal ein Werkstück in der Hand, das aus dem 3D-Drucker kam? Ich nutzte kürzlich in Berlin die Gelegenheit.

Der Inhaber eines 3D-Betriebes zeigte mir, was schon heute geht: Ersatzteile für Maschinen, Demos für den Vertrieb, Architekturmodelle, Modeschmuck, ein filigranes Modell des Eiffelturms, Zahnräder, Figuren, dreidimensionale Firmenlogos.

Beeindruckend!

3D-Druck als Zukunftsthema zeigt, wie wichtig persönlicher Augenschein ist. Durch das direkte Erleben lässt sich sofort verstehen, was durch ein paar Mausklicks am Schreibtisch nie möglich gewesen wäre.

Ich darf Sie einladen, dieses Erlebnis mit mir zu teilen:

Am 17. November führen wir einen Exklusiv-Workshop durch, in der Internet-Metropole Berlin, direkt in einem 3D-Druckbetrieb, wo Sie Chancen und Möglichkeiten eins zu eins erleben können. Ich würde mich freuen, wenn Sie dabei sind.

Information und Anmeldung hier. Ich würde mich freuen, Sie in Berlin zu sehen!

Mit dem Trendscanner unterwegs | Neuer Workshop am 17.11.2015 | 3D-Druck in der Internet-Metropole Berlin

29. September 2015

Von Axel Gloger

3D-Druck wird viele Branchen prägen. Er bringt Chancen für Geschäftsmodelle, macht Entwicklungsaufgaben einfacher, schneller und kostengünstiger, bringt Innovationen in Vertrieb, Marketing und Fertigung.

Wie angekündigt veranstaltet der Trendscanner den „Workshop 3D-Druck“ für Unternehmer, die Chancen der neuen Technologie erschließen und Risiken rechtzeitig erkennen wollen.

Das Angebot: unser Kompakt-Workshop.

Wir vermitteln in verständlicher und kurzer Form die Basics des 3D-Drucks: Hardware, Software, Materialien, zeigen Fallbeispiele erfolgreicher kommerzieller Nutzung, zeigen 3D-Design und 3D-Druck in einer Live-Demonstration an der Maschine für jeden Teilnehmer, geben Einblick in Kosten und Kalkulationsgrundlagen.

Wichtig zu wissen:

3D-Druck ist eine neue Querschnitts-Technologie. Sie wird z. B. der Entwicklung von Prototypen, dem Bau von Ersatzteilen, vielen Spezial-Anwendungen und Fertigungsprozessen (in Handwerk und Industrie) neue Chancen eröffnen. Überdies gibt es zahlreiche Fälle erfolgreicher kommerzieller Nutzung auch in Marketing und Vertrieb.

Außerdem bleiben für in Ihrem Interesse nüchtern am Thema. Wir wollen Sie nicht in einen Hype locken – sondern mit Blick auf das heute schon Mögliche heraus arbeiten, was machbar ist und was nicht.

Denn 3D-Druck hat auch einige Irrwege und Sackgassen, von denen heute schon klar ist: da gibt es keine Perspektive. Auch das werden wir Ihnen offen legen – damit Sie eine sichere Entscheidungsgrundlage haben, wo Sie in Zukunft die Chancen von 3D-Druck für Ihr Geschäft erschließen können.

Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Teilnehmer aus der Unternehmenspraxis. Besonderheit:

Sie können alle Inhalte direkt 1:1 nachvollziehen. Wir sind den ganzen Tag in einem 3D-Druck-Betrieb und haben Gelegenheit, alle Themen mit direktem Blick auf die Anwendung zu klären. Die Druckmaschinen für den 3D-Druck sind für uns zugänglich.

Raum für Ihre Fragen ist gegeben, wir führen den Workshop für max. 10 Teilnehmer durch.

Ihre Experten:

  • Frank Buschenhagen, Geschäftsführer Blueprint 3D,
  • Axel Gloger, Chairman Trend Intelligence,
  • Ramon Kormann, 3D-Designer und Entwickler.

Informationen für Teilnehmer:

  • Kompaktes Format
  • Workshop ganztags direkt in einem 3D-Betrieb,
  • 17.11.2015 in Berlin-Wilmersdorf,
  • 10 bis 16.30 Uhr.
  • Ihre Investition: 565 Euro, für Trendscanner-Abonnenten Sonderpreis 399 Euro (jeweils zzgl. MWSt),

Buchung bitte per E-Mail: axel.gloger@trendscanner.biz

Was der Preiswettbewerb am Beratungsmarkt für die Kunden bedeutet | Neuer BDU-Branchenüberblick

24. Februar 2015

von Axel Gloger

Vor einiger Zeit sprach ich mit dem Chefeinkäufer für Beratungsleistungen. Tätig bei einem der großen Versicherungskonzerne.

Bei meiner Frage nach den Preisen für Beratungsleistungen sagte er mir: “20 Prozent Nachlass sind immer drin.” Seine Botschaft: Angebot von Unternehmensberatern sind verhandelbar.

Mit dem Wissen von heute können wir das aufrecht erhalten.

Zwar wächst der Beratermarkt, die Consultants freuen sich über die andauernde stürmische Expansion ihres Marktes. In Zahlen: Für dieses Jahr rechnet der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) mit einem Marktplus von 7,4 Prozent. Besonders gut schneiden die mittelgroßen Beratungsgesellschaften ab.

Aber die Preise:

Offenbar lohnt es sich für Kunden, gut zu verhandeln. Aus Beratersicht sieht das so aus: “Es gibt einen ziemlich heftigen Wettebwerb”, so Hans-Werner Wurzel, Präsident des BDU, heute auf meine Frage.

Wenn Beraterleistungen als Commodity wahrgenommen würden, sei der Preis entscheidungsbildend beim Kunden. Unsere Schlussfolgerung: Bei wenig spezialisierten Projekten, die von vielen Consultingunternehmen angeboten werden, lohnt sich also die Verhandlung der Angebote.

Anders ist das offenbar nur, wenn ein Beratungsunternehmen eine Alleinstellung bei einem bestimmten Thema hat, etwa Pricing oder Markterschließung.

Aber mit dem Preisdruck kann die Branche recht gut leben. Das zeigt der Blick in die neuen Zahlen des BDU. Danach wird das Geschäft der Berater dieses Jahr bei 27 Mrd. Euro landen. Allein das Wachstum dieses Jahres (plus 1,8 Mrd. Euro) ist so groß, als würden 1x BCG und 1x Roland Berger neu hinzu kommen.

Das sind recht komfortable Verhältnisse.

Welche andere Branche kann schon auf ein derart rasches und andauerndes Wachstum zurück blicken? Nur im Jahr 2009, dem großen Finanzkrisenjahr, gab es einmal eine Atempause. Ansonsten kennt das Geschäft der Consultants nur eine Richtung: aufwärts.

DLD15 | Starke Kräfte für die Abschaffung des Bargeldes | Die Cashless Society ist auf dem Weg

20. Januar 2015

von Axel Gloger

Diskussion mit Stakeholdern des Mobilfunkgeschäfts, dieses Mal aus den Emerging Markets. Nigeria und Indien sind die Prototypen.

Hoher Anteil von Menschen ohne Bankkonto und ohne Kreditkarte. Bargeldgetriebene Gesellschaften, hohe Transaktionskosten für die Abwicklung von Zahlungen.

Beispiel: Um die Rechnung seines Kabelnetzbetreibers zu bezahlen, muss mancher Nigerianer 3 Stunden im Dauerstau irgendwo hinfahren, nur um diese Transaktion zu tätigen.

Die Lage: hohes Interesse daran, hier mehr Effizienz herzustellen. Je mehr die Mobilfunkdurchdringung ständig steigt, wird es lukrativ, die Goldbörse und das Smartphone zu fusionieren.

Die Geldbörse soll überflüssig werden, es bleibt das Smartphone als Kontaktmittel in die digitale Welt – und als Bezahlsystem.

Pago ist eines der Bezahlsysteme via Mobilfunk. Es erobert derezeit den nigerianischem Markt und wird dann Afrika erobern.

Das Geschäftssystem tendiert zu einem natürlichen Monopol. Wie bei Google: Der erste und aggressivste Spieler bekommt den Gesamtmarkt.

Folge: In Afrika entsteht eines der Modelle für das Bezahlen der Zukunft. Es kommt von einer Nichtbank. Wenn es in Afrika funktioniert, wird es auch Prägekraft für andere Emerging Markets haben – und auch den etablierten Volkswirtschaften des Westens dabei helfen wird, aus der Bargeldwirtschaft heraus zu kommen.

Unsere Prognose: “Why cash is bad” wird zu einer akzeptierten These.

Einer der Gesprächspartner hier bei der DLD Conference stützte das wie folgt: 2-3 Prozent des BIP der EU-Länder gehen für das Handling des Bargeldes drauf. Diesen Kostenblock wollen die Internet-Innovatoren angreifen.

In dem Maße, wie diese Kosten verschwinden, werden freilich neue entstehen, die wir alle zu tragen haben: Wieder ein Stück Privatsphäre verloren, wieder ein Stück mehr Allmacht des Staates, wieder ein Stück Freiheit weg.

Tags: #DLD15, Digital Life Design, DLD Conference, Bargeld, Cashless Society